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Die Ausbildung zum Maler und Lackierer im europäischen Vergleich

Das EU-Leonardo-Projekt „Painting Skills” ist abgeschlossen. Zwei Jahre lang arbeitete der Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz mit weiteren fünf beteiligten Nationen und der Internationalen Malerunion UNIEP an dem Vergleich der Ausbildungssysteme in Europa. Das Herzstück des Projektes, das sog. „Online-Tool” steht nun auf www.uniep.org zur Verfügung.

Welche Fähigkeiten besitzen ausgebildete Maler in den einzelnen europäischen Ländern? Was ist Inhalt der Ausbildung, beispielsweise in Dänemark, England, Norwegen, Spanien und Deutschland? Das von der EU geförderte Leonardo-Projekt „PaintingSkills” gibt Antworten auf diese Fragen.

Das wichtigste Ergebnis des PaintingSkills-Projektes ist ein Online-Tool, welches sich an Maler und Unternehmer richtet. Es bietet die Möglichkeit herauszufinden, welche Fähigkeiten und Kompetenzen in anderen Ländern benötigt werden und die ausländischen Anforderungen können mit dem eigenen Qualifikationsprofil verglichen werden. Unternehmer, welche die Beschäftigung von ausländischen Malern beabsichtigen, können überprüfen, welche Fähigkeiten und Kompetenzen diese aus den anderen europäischen Ländern mitbringen und ob die Ausbildung, die sie in ihren Heimatländern absolviert haben, im Einklang mit den Anforderungen und Bedürfnissen des Unternehmers stehen.

Gleichzeitig werden auch ausgebildeten Malern und Lackierern Anhaltspunkte vermittelt, welche Fähigkeiten sie benötigen, um in anderen Ländern zu arbeiten. Hierdurch werden die Bildungsstrukturen transparenter und die berufliche Mobilität in Europa gefördert.

Meisterprinzip und Ausbildungsstrukturen „europafest” gemacht

„Durch die Bereitstellung dieser Funktionen kann das Online-Tool dazu beitragen, die Zeit der Aufenthalte von Malern zur Erlangung beruflicher Erfahrung in anderen europäischen Mitgliedsländern zu verkürzen und ihre berufliche Mobilität zu fördern”, so der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz Roland Brecheis. „Auf der anderen Seite motiviert es Unternehmer, qualifizierte Maler aus dem Ausland zu beschäftigen, da sie nun sehen können, über welche Qualifikationen sie verfügen und den ausländischen Ausbildungsstandard mit dem eigenen vergleichen können.”

Das Projekt zeigt zudem, dass sich die Malerberufe in den teilnehmenden sechs Ländern sehr ähnlich sind, trotz der Unterschiede in der beruflichen Bildung und der Historie, die jeweils hinter dem Beruf des Maler und Lackierers stehen. Hauptgeschäftsführer : „Für den Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz war es besonders wichtig, das hohe Niveau der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung mit den dualen Bildungsstrukturen einzubringen. Damit wurde auch ein Beitrag geleistet, um die Strukturen der Ausbildung und das Meisterprinzip in den europäischen Strukturen zu stärken und den Stellenwert der besonderen Qualifizierung hervorzuheben.”

Weitere Informationen zum Maler- und Lackiererhandwerk in Europa finden Sie unter www.uniep.org.

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