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Europa im Focus - Tagung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz in Brüssel
Die diesjährige Landesinnungsmeisterbesprechung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz stand ganz im Zeichen der Beratungen von Europäischen Themen in Brüssel.
In der Vertretung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) bei der EU begrüßte die Leiterin des Brüsseler Büros, Frau Karin Rögge, die Mitglieder des Präsidiums und Landesinnungsmeister. Frau Rögge berichtete zu den vielfältigen Aktivitäten des ZDH-Büros für die Wahrung der Interessen des Handwerks. Aktuell wurde dies deutlich bei der Vorstellung der Vorschläge zur Verbraucherschutzrichtlinie und der Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr. „Eine massive Erhöhung des Verbraucherschutzniveaus, beispielsweise durch die Ausweitung der Gewährleistungsfrist dürfe es nicht geben. Für die Maler-Lackierbetriebe käme es zu unzumutbaren Belastungen, wenn generell alle Vertragsgespräche zu Haustürgeschäften erklärt würden und damit der Verbraucher ein Widerrufsrecht erhalten würde, obwohl die Arbeiten bereits ausgeführt sind”, so der Tenor in den Beratungen.
Als Vorstandsmitglied der Internationalen Malerunion UNIEP schilderte Herr LIM Markus Straube die Aktivitäten des Europäischen Malerverbandes. Er zeigte die Auswirkungen des UNIEP-Projektes zur Vergleichbarkeit von Bildungsinhalten bzw. deren Abschlüsse in der Ausbildung von Maler-Lackierern auf.
Mit Vertretern der EU-Kommission wurden die sich abzeichnenden Neuerungen bei der Biozid-Verordnung und zu REACH, mit den vielfältigen Auswirkungen für Farben und Lacke und deren Verarbeitung, diskutiert. Das Zusammenspiel zwischen der europäischen - nationalen Politik erläuterte Frau Susanne Szech-Koundouros, Leiterin der Abteilung Wirtschaft der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union.
Zum Abschluss des informativen europäischen Dialogs erfolgte ein Besuch im Europäischen Parlament und ein Meinungsaustausch mit Dr. Werner Langen, MdEP. Der Europaparlamentarier und Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament zeigte sich bestens informiert zu den Anliegen des Mittelstandes, die er engagiert in Brüssel und Straßburg einbringt.
Ein positives Fazit der Gespräche zog Präsident Karl-August Siepelmeyer: „Die Beratungen in Brüssel haben uns wiederum vor Augen geführt, wie sehr heute Europa auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserer Branche Einfluss hat. Es ist wichtig vor Ort präsent zu sein, um die eigene Sichtweise einzubringen und um auch frühzeitig verhindern zu können, dass der gegebene Entscheidungsspielraum bei europäischen Richtlinien nicht durch die nationale Gesetzgebung zu zusätzlichen Belastungen für die Betriebe führt”.


