• Hintergrundwissen: Praktische Leistungswettbewerbe
    „Profis leisten was“ (PLW)


Nach den Berufsabschluss- und Gesellenprüfungen in jedem Jahr lädt das Deutsche Handwerk zum dreistufigen Praktischen Leistungswettbewerb (PLW) ein. Unter dem Motto "Profis leisten was" werden dann unter echten Wettbewerbsbedingungen die besten Junghandwerker des Ausbildungsjahres ermittelt. Alle Absolventen des Maler- und Lackiererhandwerks sind automatisch in der Auswahl. Eine Bewerbung ist nicht erforderlich.

Zunächst ermittelt die jeweilige Handwerkskammer die die besten Absolventen der Region. Zum Kammersieger gekürt wird, wer die höchste Punktzahl im praktischen Prüfungsteil erzielt hat. Die Kammersieger erhalten eine Einladung zum Landeswettbewerb. Wer dort gewinnt, tritt dann in der finalen Runde auf Bundesebene an. Die drei erstplatzierten Sieger im Bundesleistungswettbewerb (PLW) erhalten die Möglichkeit, dem Maler-Nationalteam beizutreten.

Die Wettkampfaufgaben werden von erfahrenen Meisterinnen und Meistern entwickelt und von unabhängigen Jurys überwacht und bewertet. Die Teilnahme ist freiwillig. Wer mitmacht, muss ein hohes Maß an Engagement und Leistungsbereitschaft mitbringen. Aber es lohnt sich: Wer in diesem Wettkampf besteht, kann sich den Arbeitgeber praktisch aussuchen und hat beste Karrierechancen.

Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks findet unter der Federführung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) statt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

  • Die neuen Teammitglieder

Jacqueline Kuhn aus Hessen ist die beste Malerin Deutschlands! Wir gratulieren!

Beim praktischen Leistungswettbewerb (PLW) der Maler*innen traten am 18. und 19. November acht Frauen und vier Männer im Bildungszentrum 2 der Handwerkskammer Nürnberg gegeneinander an. Am Ende siegte die 21jährige Jacqueline Kuhn aus Hessen vor Hauke Max Eder (21) aus Thüringen und Vivien Deichmeier (24) aus Schleswig Holstein.

Nicht nur für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen praktischen Leistungswettbewerbs der Maler*innen und Lackierer*innen war der Wettbewerb eine Herausforderung. Die Jury, bestehend aus Betsy van Halteren-Schydlo, Holger Jentz, Gregor Botzet und Matthias List musste aus den hervorragenden Arbeiten der insgesamt zwölf Teilnehmer aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen nach strengen Bewertungskriterien die drei Besten in Ausführung und Gestaltung bestimmen.  

Im Rahmen der feierlichen Siegerehrung im Schindlerhof in Nürnberg wurden die drei erstplatzierten Jungmaler*innen zu Mitgliedern im Maler Nationalteam ernannt. Damit haben sie die Chance, im September nächsten Jahres bei den Euroskills, den Europäischen Wettbewerben des Handwerks, dabei zu sein. Ihre Ernennungsurkunden konnten sie aus den Händen der derzeitigen Nationalteam Mitglieder Jessica Jörges und Mustafa Mohamed Hamdo entgegennehmen.  

Der Präsident des Bundesverbandes, Jan Bauer, dankte in seiner Festrede vor allem den Betrieben für die unter Beweis gestellte außerordentliche Ausbildungsleistung und die wichtige Unterstützung der Teilnehmer. Man habe hier eine Truppe gesehen, die sich füreinander einsetzte und die sich gegenseitig geholfen habe. Auch dies sei ein wichtiger Bestandteil der Wettbewerbe und des Berufsstandes. Alle Teilnehmer könnten daher gleichmaßen stolz auf ihre persönliche Leistung sein.  

Herr Bauer dankte den Organisatoren, der Handwerkskammer Mittelfranken und den Vertretern der Landesverbände für ihr zahlreiches Erscheinen. Insbesondere bedankte er sich bei den Unternehmen MEGA eG aus Hamburg, Caparol, CWS, Storch und Mirka für die stete Unterstützung.  

Ihre verdienten Urkunden und Präsente schließlich konnten alle Teilnehmer dann aus den Händen von Holger Jentz, dem Vorsitzenden des Bildungsausschuss im Bundesverband, Herrn Hofmann von der Firma Mirka und Frau Buchholz von der MEGA eG entgegen nehmen.

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