Wo stehen die Fahrzeuglackierer im Handwerk und der Fachorganisation?

Die fachliche Zuordnung jedes Gewerks innerhalb des Gesamthandwerks wird in Deutschland durch die Handwerksordnung (HWO) geregelt. In der HWO ist das Maler- und Lackiererhandwerk die Nr. 10 in Anlage A. Das bedeutet, dass die Maler und Lackierer zu den 41 zulassungspflichtigen Handwerksberufen gehören, bei denen erst der Meisterbrief zum Führen eines Betriebes berechtigt.

Die Expertise in der professionellen Beschichtung von Oberflächen verbindet Maler, Lackierer und Fahrzeuglackierer. Eine Vielzahl von Unternehmen bietet sowohl Maler- als auch Lackierarbeiten und speziell die Fahrzeuglackierung und auch Unfallreparatur an. Die Zusammengehörigkeit ist also mehr als nur Tradition.

Die Fahrzeuglackierer sind deshalb Mitglieder in den Innungen, Landesinnungsverbänden und dem Bundesverband. Um ihren speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden, haben sich die Fahrzeuglackierer-Fachgruppen aber auf Ebene des Bundesverbandes in der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL) zusammengeschlossen.

Die BFL vertritt die Interessen der Fachbetriebe für Fahrzeuglackierung gegenüber Politik und Behörden, bei Gesetzgebungs- und Normierungsverfahren – aber auch gegenüber Versicherungen, in rechtlichen und betriebswirtschaftlichen sowie technischen Fragen. Durch die Mitgliedschaft beispielsweise in der Deutschen Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung, dem Technischen Beirat Audatex, dem DAT-Beirat, beim kraftfahrttechnischen Institut KTI sowie in Sachverständigenorganisationen und Berufsgenossenschaften, nimmt die BFL direkt Einfluss auf das Branchengeschehen.

Unterstützt wird ihre Arbeit durch das angeschlossene Institut für Fahrzeuglackierung (IFL) und die Gesellschaft für Fahrzeuglackierung (GFL). Die GFL hat die Aufgabe, das Informations- und Beratungsangebot in den Bereichen Unternehmensführung, Kalkulation, Schadensteuerung, Technik, Öffentlichkeitsarbeit und Marktentwicklungen weiter zu verbessern. Das IFL soll die Veränderungen des Marktes, von Produkten und Prozessen beobachten und bewerten. Es erfasst die Materialpreisentwicklung und vollzieht die Veränderungen in den einschlägigen Kalkulationssystemen nach, veröffentlicht Merkblätter und technische Informationen.

Bild: iStock / loraks

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