In den letzten Jahren haben sich verschiedene Fachgremien mit der Thematik Haftfestigkeitsprüfung von konventionellen Innenbeschichtungen auf Wänden und Decken intensiv befasst. Jedoch konnte, auch unter Zusammenarbeit mit Hochschulen, kein einheitliches, reproduzierbares Prüfverfahren entwickelt werden.
Aus diesem Grund werden in Fällen, bei denen es zu Beschichtungsablösungen an Wand- und Deckenbeschichtungen gekommen ist, hilfsweise Prüfmethoden eingesetzt, die der Maler vor der Überarbeitung von Altbeschichtungen zur Einschätzung der Tragfähigkeit verwendet, wie z. B. die Kratzprobe, den Gitterschnitt und die Klebeband-Abzugsprobe.
Für die Klebeband-Abzugsprobe sind im Merkblatt nun Parameter zur Durchführung, aber auch Einschränkungen zur Aussagefähigkeit gemacht.
Wesentliche Grundlage der Prüfung ist, dass die Haftung der Beschichtung zum Untergrund ausreichend sein muss, um Überarbeitungen mit gleichartigen, konventionellen, für den Einsatzzweck geeigneten Beschichtungen und gewerkeüblichen Beschichtungswerkzeugen zu ermöglichen.
Wesentlich für die Praxis ist ebenfalls, dass diese Prüfung keine Regelprüfung für die Abnahme von Beschichtungsarbeiten darstellt.
Hinweis: Details entnehmen sie bitte dem Merkblatt in der Anlage

