Für Unternehmer heißt das: höhere Rechnungen sind programmiert. Umso wichtiger, sie nicht kritiklos abzunicken. Ob Wert-, Rahmen- oder Zeitgebühr angesetzt wird, welcher Gegenstandswert gilt und ob eine Abweichung von der Mittelgebühr begründet ist – das lässt sich nachvollziehen. Auch hier können wir Sie dabei unterstützen, Ihre Rechnung zu prüfen und Einsparpotenziale sichtbar zu machen.
Der zweite Hebel liegt im eigenen Betrieb: Wer Belege selbst kontiert – also einfach nur festlegt, auf welches Konto ein Betrag gebucht wird – spart oft erheblich. Kontierung erfordert kein Buchhalter-Studium, sondern Kenntnis der eigenen Zahlungsflüsse, die Sie ohnehin besser einschätzen als jede Kanzlei. Je strukturierter die Unterlagen, desto günstiger fällt die Abrechnung aus. Bei der Buchführung – meist rund die Hälfte der laufenden Steuerberaterkosten – ist so eine Ersparnis von bis zu 50 % möglich.
Dritter Ansatzpunkt: der Berater selbst. Handwerksbetriebe in Hessen und NRW finden mit den Steuer- und Buchstellen der Kreishandwerkerschaften eine genossenschaftlich organisierte Alternative zur klassischen Kanzlei – mit Branchen-Know-how zu Bauabzugsteuer, Baulohnabrechnung & Co. Wo es keine Buchstelle gibt, lohnt die gezielte Suche nach Steuerberatern mit Schwerpunkt „Handwerk" oder „Bauhandwerk", etwa über das Netzwerk Steuerberatung im deutschen Handwerk.
Alle Details, Rechenbeispiele, eine Zusammenstellung der Steuer- und Buchstellen sowie eine Checkliste zur Beraterwahl liefert die aktualisierte Broschüre, die Innungsmitglieder hier kostenfrei herunterladen können. Bei Fragen sprechen Sie die Info- und Beratungsstelle an (birk@farbe.de, 069 66575-330).

