Bei der Instandsetzung des seitlichen Unfallschadens am Fahrzeug war laut Kalkulation vorgesehen, die vordere rechte Tür sowie das hintere Kniestück der Seitenwand instand zu setzen und die hintere rechte Tür zu ersetzen. Wie üblich wurde die neue Rohbautür zunächst probeweise montiert, um Passgenauigkeit und Spaltmaße zu prüfen.
Dabei zeigte sich: Die neue Tür konnte nicht ohne zusätzliche Einstellarbeiten montiert werden. Um ein fachgerechtes Ergebnis zu erzielen, mussten die Bauteile aufwendig nachjustiert werden. Dafür waren unter anderem das Lösen von Verkleidungen, das Demontieren von Dichtungen sowie der Einsatz zusätzlicher Befestigungssätze erforderlich.
Laut den Original-Reparaturunterlagen des Herstellers sind derartige Einstellarbeiten jedoch nicht gesondert beschrieben. Auch die in Kalkulationssystemen hinterlegten Arbeitszeitrichtwerte decken nur Standard-Einstellarbeiten ab. Der tatsächlich entstandene Mehraufwand lag im konkreten Fall bei rund zwei zusätzlichen Arbeitsstunden.
Die IFL empfiehlt daher, solche Zusatzarbeiten über entsprechende IFL-Positionen oder eigene bzw. Nichtstandardpositionen abzubilden und vollständig zu dokumentieren. Außerdem sollten Werkstätten die tatsächliche Umsetzbarkeit von Reparaturen frühzeitig prüfen. So lassen sich spätere Diskussionen bei der Abrechnung vermeiden.
Beachten Sie bitte die detaillierten Informationen in der IFL-TeMi 04/2026, die Ihnen nachfolgend zum Download bereitsteht.

