VW T7 Multivan : Hoher Zusatzaufwand bei Erneuerung der Heckklappe

Beim Modell VW T7 Multivan (ST) Style LIBERTY (ab 02/2024) setzt Volkswagen auf eine markante Zweifarbenlackierung, die dem Fahrzeug einen charakteristischen Retro-Look verleihen soll. Diese Lackierung sorgt jedoch bei der Instandsetzung und beim Austausch der Heckklappe für erhebliche technische und organisatorische Herausforderungen für Lackierbetriebe.

Kabel und Steckverbindungen im VW T7 Multivan sind nur mit erheblichem Mehraufwand zu tauschen.

Wie die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e.V. (IFL) in ihrer Technischen Mitteilung 13/2025 informiert, wird die Heckklappe als Ersatzteil bereits vormontiert geliefert. Die Außenhaut wurde werkseitig weiß vorlackiert und mit dem Heckklappenrahmen verklebt – Anbauteile, Befestigungspunkte sowie Kabelstränge und Schläuche wurden vor der Verklebung integriert.

Im Reparaturprozess führt diese komplexe Bauweise zu erheblichem Mehraufwand, da die Kabel und Stecker nicht ohne Weiteres durch die vorgesehenen Öffnungen geführt werden können. Um den Umbau der alten Komponenten auf das neue Bauteil zu ermöglichen, müssen Hohlräume oder Bohrungen geöffnet werden. Dies erfordert äußerste Sorgfalt, um Beschädigungen an darunterliegenden Kabeln, Schläuchen oder Steckverbindungen zu vermeiden.

Ein zusätzlicher Mehraufwand entsteht durch aufwendige Abdeckarbeiten für die zweifarbige Lackierung. Da der Heckklappenrahmen teilweise als Innenverkleidung dient, müssen Lackierer beim Abdecken besonders präzise arbeiten, um sichtbare Verkleidungsteile vor Lacknebel zu schützen. Die Mehrfarbenlackierung des VW erfordert zudem einen aufwändigen Farbfindungsprozess sowie mehrere Lackier- und Trocknungsschritte mit jeweils eigenständigen Abdeckvorgängen, was den Gesamtaufwand deutlich erhöht.

Nach Abschluss der Lackier- und Montagearbeiten müssen alle Fahrerassistenzsysteme (FAS), wie Rückfahr- und Umfeldkameras, gemäß den tagesaktuellen Herstellervorgaben bzw. Reparaturunterlagen kalibriert werden. Hier ist teilweise Spezialequipment erforderlich, um eine einwandfreie Funktion sicherzustellen.

Die IFL weist ausdrücklich darauf hin, dass der beim Austausch der Heckklappe erforderliche zusätzliche Zeit- und Kostenaufwand vollständig erfasst und dokumentiert sowie in der Kalkulation berücksichtigt werden muss. Die Mehrkosten dürfen nicht zulasten der Lackierbetriebe gehen.

Beachten Sie bitte die detaillierten Informationen in der IFL-TeMi 13/2025, die Ihnen nachfolgend zum Download bereitsteht. 

 

Ein Vorteil für unsere Mitglieder:
Alle technischen Mitteilungen der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e.V. (IFL) stehen chronologisch geordnet, im Mitgliederportal  zur Verfügung.

Arbeitszeitrichtwerte – Helfen Sie mit!
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